
Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um das Thema Ausbildung.
Ausbilden in der Krise
Viele Unternehmen und öffentliche Institutionen sehen sich derzeit mit der Frage konfrontiert, ob sie ihre Ausbildungsinvestitionen angesichts der wirtschaftlichen Lage im bisherigen Umfang aufrecht erhalten können. Dabei wird zunehmend anerkannt, dass man es sich langfristig nicht leisten kann, bei der Ausbildung einzusparen, und damit einen Fachkräftemangel zu riskieren.
Arbeitgebervertreter und öffentliche Stellen wollen mit gezielten Aktionen und Programmen einen Beitrag dazu leisten, dass die Qualifikation des Fachkräftenachwuchses trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation aufrechterhalten werden kann. Bereits erzielte Erfolge dürfen nicht durch kurzschlüssige Sparmaßnahmen gefährdet werden.
Die Angebote an Unternehmen und Jugendliche umfassen finanzielle Hilfen, Informationen, und aktive Unterstützung z.B. bei der Lehrstellenvermittlung für Azubis aus Insolvenzen, oder die Unterstützung bei der Verbundausbildung in Betrieben, die von Kurzarbeit betroffen sind.
Mehr Informationen zum Thema "Ausbilden in der Krise", nützliche Links und Hinweise finden Sie hier.
Beschäftigungsbrücke Bayern: Aktionsprogramm zur Sicherung von Beschäftigung und Ausbildung in Bayern
Aufgrund der anhaltenden, tiefgreifenden Wirtschaftskrise sind sich die Tarifvertragsparteien in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie einig über die Zielsetzung, Beschäftigung, Qualifikation und Ausbildungskapazitäten in den Betrieben möglichst zu halten. Deshalb hat der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e.V. VBM mit der IG Metall ein "Aktionsprogramm zur Sicherung von Beschäftigung und Ausbildung in Bayern" vereinbart. Nähere Informationen siehe unterwww.vbm.de
Neuer 2-jähriger Elektroberuf: Industrieelektriker/in
Auf maßgebliche Initiative der Verbände der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie BayME und VBM wurde der 2-jährige Beruf Industrieelektriker/in geschaffen. Damit soll zusätzlich zu den 3,5-jährigen Elektroberufen ein Angebot zur Ausbildung für Betriebe und Jugendliche gemacht werden. Betriebe können so Fachkräfte für differenzierte Aufgaben in Produktion und Fertigung ausbilden. Die Ausbildungsverordnung (Download als PDF-Datei, 117KB) liegt nunmehr vor, die Betriebe können ab sofort Ausbildungsverträge in dem neuen Beruf abschließen. Pünktlich zum Ausbildungsstart hat das f-bb im Auftrag der Verbände BayME und VBM eine Handreichung zur Einführung des Industrieelektrikers (Download als PDF-Datei, 866KB) erarbeitet. Sie enthält Informationen zur Ausbildungsstruktur, zu den Einsatzfeldern sowie zur Durchführung der Ausbildung und Prüfung.
Weitere Informationen und die BayME/VBM-Informationsbroschüre zum Beruf finden Siehier.
Ausbildungssituation 2009
Trotz der Wirtschaftskrise unternehmen die Betriebe große Anstrengungen, ihr Ausbildungsengagement aufrecht zu erhalten. So wollen 22 % der Betriebe ihr Ausbildungsplatzangebot im Vergleich zum letzten Ausbildungsjahr steigern, und weitere 32 % geben an, ihr Engagement auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Allerdings beabsichtigen 25 % der Betriebe, weniger Ausbildungsplätze anzubieten, weitere 20 % konnten sich noch nicht abschließend äußern. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativenBefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Frühjahr unter rund 1.000 Unternehmen zur Entwicklung der betrieblichen Ausbildungsbereitschaft in diesem Jahr.
Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung
Der aktuellef-bb-Newsletter 1/09 beschäftigt sich mit der Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Rahmenbedingungen zur Anerkennung informell erworbener Kompetenzen in der Berufsbildung in Deutschland und fünf weiteren europäischen Ländern bestehen. Außerdem spricht Kompetenzforscher und f-bb-Fachbeiratsmitglied Prof. Dr. John Erpenbeck im Interview über die Bedeutung informell erworbener Kompetenzen für Betriebe und die Notwendigkeit ihrer Anerkennung. Weitere Beiträge berichten über Ansätze zur Verbesserung der Durchlässigkeit und Erleichterung der Übergänge in der Berufsbildung durch Orientierung an Lernergebnissen und den Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR).
Betriebliche Berufsausbildung: Eine lohnende Investition für die Betriebe
Ergebnisse der BIBB-Kosten- und Nutzen-Erhebung
Die betriebliche Berufsausbildung lohnt sich in der Regel für die ausbildenden Betriebe, obwohl sie zunächst Kosten verursacht. Dies ist in erster Linie dem Nutzen zu verdanken, der durch die Übernahme von Auszubildenden entsteht: Personalgewinnungskosten werden eingespart und selbst Ausgebildete leisten, zumindest vorübergehend, mehr als vom externen Arbeitsmarkt eingestellte Fachkräfte. Auch der Nutzen in Form von Imagegewinn und Attraktivität des Betriebs für leistungsfähige Mitarbeiter spielt eine wichtige Rolle. Darüber hinaus werden in vielen Betrieben die Ausbildungskosten bereits durch den Arbeitseinsatz der Auszubildenden gedeckt. Diese und weitere zentrale Befunde einer Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Berufsausbildung werden in demBIBB-Report vorgestellt.
Moderne Prüfungen im Einzelhandel: Gestreckte Abschlussprüfung
Erstmalig wurde die Gestreckte Abschlussprüfung in einem kaufmännischen Beruf eingeführt: ab Juli 2009 wird diese neue Prüfungsform beim Ausbildungsberuf Kaufmann im Einzelhandel erprobt. Die Auszubildenden legen dann ihre Prüfung in zwei Teilen ab, am Ende des zweiten und am Ende des dritten Ausbildungsjahres. Die Ergebnisse beider Prüfungsteile fließen in die Abschlussnote ein. Die Zwischenprüfung als reine Lernstandsüberprüfung ohne Bedeutung für das Ergebnis entfällt. Teil I der Gestreckten Abschlussprüfung des Kaufmanns im Einzelhandel ist außerdem identisch mit der Abschlussprüfung des zweijährigen Ausbildungsberufs Verkäufer. Diese Prüfungsstruktur ermöglicht die Anrechnung von Prüfungsleistungen, erhöht die Durchlässigkeit zwischen den Berufen und fördert Mobilität und Karriereperspektiven junger Menschen im Handel. Die Erprobung in einem der größten Ausbildungsbereiche mit mehr als 120.000 Ausbildungsverhältnissen läuft bis 2015; bis dahin wird über die Überführung der Gestreckten Abschlussprüfung in Dauerrecht entschieden. Weitere Informationen unter:Einzelhandel.de
Externes Ausbildungsmanagement für kleine und mittlere Unternehmen
Buchreihe: Leitfaden für die Bildungspraxis, Band 41
Krenn S., Rümpker W. (2010)
Herausgeber: Loebe H., Severing E.
Im Wettbewerb um die Talente von morgen werden künftig die Betriebe im Vorteil sein, die durch gezieltes Ausbildungsmarketing genügend qualifizierte Bewerber gewinnen. Denn sinkende Schülerzahlen und steigende Anforderungen in der betrieblichen Ausbildung machen die direkte Ansprache potenzieller Bewerbergruppen dringend erforderlich. Ausbildungsmarketing bietet hierzu eine Vielzahl an Instrumenten. Je nach Bedarf der Unternehmen können diese Instrumente bereits frühzeitig eingesetzt werden, um Schüler, Eltern und Lehrkräfte über Inhalte, Anforderungen und Perspektiven angebotener Ausbildungsberufe zu informieren. Dieser Leitfaden zeigt, wie ein gezieltes Ausbildungsmarketing und eine Bewerberauswahl unter dem Aspekt der Anforderungsbezogenheit aussehen können, denn nicht immer sind die 'Besten' auch die 'Geeignetsten'. Er richtet sich an alle, die in der Metall- und Elektrobranche mit der Nachwuchsakquise und der Auswahl künftiger Auszubildender betraut sind.
Inaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit siehehier
Service für Betriebe: Externes Ausbildungsmanagement
JOBSTARTER-Praxis Band 4/2010
Oberth, C., Zeller, B., Schadhauser, W.
Herausgeber: Programmstelle beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) für das Programm JOBSTARTER des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
Der JOBSTARTER-PRAXIS-Band schafft einen systematischen Überblick über die Ansätze und Leistungen des Externen Ausbildungsmanagements - bezogen auf die Aktivitäten der im Rahmen von JOBSTARTER geförderten regionalen Projekt. Anhand ausgewählter Praxisbeispiele werden unterschiedliche Strategien und Dienstleistungen zur Unterstützung von Unternehmen am Lebenszyklus der betrieblichen Ausbildung vorgestellt.
Download als PDF-Dateihier
Betriebliche Aufträge als Prüfungsform
Buchreihe: Leitfaden für die Bildungspraxis, Band 38
Kastner L., Krug R. (2009)
Herausgeber: Loebe H., Severing E.
Der fortschreitende Einsatz moderner Technologien und organisatorische Veränderungen in den Unternehmen verlangen nach neuen Qualitätsmaßstäben im Bereich der Facharbeit. Der Qualifizierungsbedarf verlagert sich zunehmend weg von reinen Fertigkeiten und Kenntnissen hin zu umfassenden Handlungskompetenzen in betrieblichen Prozessen. Die betriebliche Ausbildung muss sich diesen Veränderungen anpassen.
Die Neuordnung der industriellen Metall- und Elektroberufe ermöglicht eine effiziente Anpassung der betrieblichen Ausbildungsstrukturen an die Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen. Die Inhalte der neuen Ausbildungsverordnungen machen Anforderungen wie Prozess-, Kunden- und Qualitätsorientierung neben fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten zu zentralen Zielen der Ausbildung. Qualität und Effizienz in der Ausbildung müssen sich aber auch in adäquaten Prüfungsformen widerspiegeln.
Der Betriebliche Auftrag als die favorisierte Prüfungsvariante in Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung bietet Unternehmen hierzu ein wirksames Instrument. Geprüft wird, was in den Unternehmen später tatsächlich verlangt wird. Prüfung und Prüfungsvorbereitung werden in den betrieblichen Alltag integriert, aufwendige Prüfungsvorbereitungen entfallen. Der vorliegende Leitfaden stellt die Prüfungsvariante Betrieblicher Auftrag näher vor und zeigt auf, was bei Vorbereitung und Durchführung der Prüfung in der betrieblichen Praxis zu beachten ist. Er richtet sich an alle, die in der Metall- und Elektrobranche mit Ausbildung und Prüfung betraut sind. Inaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit siehehier.
© f-bb (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung)