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Anforderungen an IT-Fachkräfte

In der Realität geht es nicht immer um den Abruf einer Einzelkompetenz wie

Auch der technologische Markt hat neue Anforderungen wie z.B. Aufträge, die Komplettlösungen verlangen und auf ganz bestimmte Erfordernisse und Anwendungen des Kunden zugeschnitten sein sollen. Die IT-Berufe sollen daher das gesamte Feld der Informations- und Telekommunikationsbranche abdecken.

In diesem Zusammenhang erlangen jene Geschäftsprozesse Bedeutung, die der Auszubildende ganzheitlich kennen und erlernen soll. Sie beinhalten Qualifikationen aus den Bereichen:

Es gewinnen also technische, betriebswirtschaftliche und damit zusammenhängende Spezifikationen und Beratungs- und Servicedienstleistungen an Bedeutung. Die IT-Fachkraft darf sich dem Kunden nicht nur in der Fachsprache mitteilen können. Vielmehr muss sie seine Problemstellung verstehen und ihm eine Lösung dafür anbieten bzw. kommunizieren können. Den IT-Fachkräften wird heute die gesamte Palette des Geschäftsprozesses abverlangt, weshalb sowohl in den Rahmenlehrplänen als auch in der Ausbildungsverordnung der Begriff der "Ganzheitlichkeit" eine große Rolle spielt.

Gerade diese "projektorientierten" Qualifikationen stellen das zentrale Merkmal der IT-Ausbildung dar: Es reicht daher nicht, die Ausbildung allein passgenau an der Ausbildungsordnung zu orientieren. Diese ist bewusst offen formuliert, um die Ausbildung in die aktuelle Auftragssituation integrieren zu können.

Die Ausbildung soll in jedem Fall an aktuellen Kundenaufträgen orientiert sein, um die ganzheitlichen, projektorientierten Aspekte vermitteln zu können. Diese finden sich konkret darin wieder, dass der Auszubildende in die gesamte Prozesskette bzw. in den gesamten Geschäftsprozess von der Auftragsannahme bis hin zur Produktübergabe und Anleitung des Kunden integriert ist.

Beispiel

Ein Kunde möchte für eine Steuerungseinheit eine möglichst einfache einheitliche Benutzeroberfläche. Für die Lösung und Umsetzung dieser Anfrage kommen im IT-Bereich bisher getrennte Anwendungsbereiche zusammen, nämlich:

Welche Technik der Anwender/Kunde am Ende für die Umsetzung benötigt, interessiert ihn wenig, das soll dem Betrieb und seinen Mitarbeitern klar sein; d.h., der Betrieb allein ist für die technische Lösung und Anwendungsmöglichkeit beim Kunden zuständig.

Eine projektorientierte, am konkreten Kundenauftrag ausgerichtete ganzheitliche Ausbildung bedeutet nun, dass der Auszubildende in den Auftrag, den das Unternehmen angenommen hat und umsetzen wird, von der Auftragsannahme, deren Klärung, dem Lösungsfindungs- und -umsetzungsprozess bis hin zur Übergabe und Anleitung des Kunden bei allen Schritten mit eingebunden ist. Sollte ein Betrieb über mehrere Projektgruppen für die Erarbeitung eines Kundenauftrages verfügen, kann der Auszubildende die einzelnen Prozessschritte in den verschiedenen Projektteams für den jeweils bestimmten Zeitraum erlernen, jedoch soll auch hier das Augenmerk darauf gerichtet sein, dass für den Auszubildenden die gesamte Prozesskette ersichtlich und die Schnittstellen begreifbar sind.

Abschließend sollte der Auszubildende auch dabei sein, wenn es darum geht, den Kunden anzuleiten und im Test- oder Anwendungsprozess zu begleiten. Hier werden dann weitere ganzheitliche Prozessaspekte, wie Kommunikation, Anleitung, Transfer etc. relevant.