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Aufgaben und Voraussetzungen des Ausbilders

Vollzeitausbilder sind in kleine und mittleren Unternehmen selten. Meist ist der Ausbilder zusätzlich zu seinem normalen Tätigkeitsbereich mit dieser Aufgabe betraut. Damit die Ausbildung dennoch erfolgreich stattfinden kann, ist es für den Ausbilder wichtig, verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.

Eindeutige schriftliche Fixierung von Aufträgen
Geben Sie dem Auszubildenden eindeutige schriftlich formulierte Aufträge. Die möglichst konkrete schriftliche Fixierung mag zu Beginn etwas Zeit und Überlegung kosten, doch fällt sie im Laufe der Zeit immer leichter. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass der Auszubildende gezwungen ist, von Beginn an Texte dahingehend zu analysieren, worauf es ankommt, welche Tätigkeiten daraus hervorgehen, entsprechend Rückfragen zum richtigen Verständnis zu stellen, ein Vorgehen zur Lösung der Aufgabe zu planen und jeweils eine kleine Projektplanung inklusive Dokumentation (handschriftlich genügt) und Präsentation vor dem Ausbilder oder Projektteam zu erarbeiten.

Diese Aufgaben sollten mit der Zeit anspruchsvoller werden, sodass ein immer umfangreicherer Kenntnis- und Fähigkeitsstand des Auszubildenden erreicht wird.

Sind die Aufgaben schriftlich fixiert, kann der Auszubildende, der Ausbilder oder auch andere Ausbilder (im Team, in einer Verbundfirma, in der Berufsschule) leichter den Stand des Auszubildenden erkennen und z.B. Defizite ergänzen oder Inhalte vertiefen oder wiederholen.

Regelmäßige Besprechung mit dem Auszubildenden
Der Ausbilder, das Ausbildungs- oder Projektteam oder der Vorgesetzte – je nachdem wie Ihr Betrieb strukturiert ist – sollten mit dem Auszubildenden regelmäßig die erledigten Aufträge besprechen und gemeinsam mit ihm reflektieren bzw. sie konstruktiv optimieren. Dass der Auszubildende seine Dokumentation präsentiert und zur Diskussion stellt, kann z.B. in der wöchentlichen Teambesprechung zum festen Tagesordnungspunkt gemacht werden.

Kontrolle von Arbeit und Lernerfolg
Zu den Aufgaben eines Ausbilders gehört es, die Erfüllung der Arbeitsaufträge des Auszubildenden zu kontrollieren. Damit soll der Auszubildende auch merken, dass er mit den Inhalten nicht allein gelassen wird, Dies beinhaltet auch die Korrektur oder das Anleiten zu bestimmten Fähig- oder Fertigkeiten. Mit dieser konstruktiven Kontrolle, die nicht als Druckmittel, sondern als begleitende Maßnahme verstanden sein soll, werden Lernerfolge oder gegebenenfalls Lerndefizite – im betrieblichen wie im schulischen Bereich! – festgestellt.

Je regelmäßiger eine solche Kontrolle stattfindet, um so unwahrscheinlicher wird es, dass es bei der Abschlussprüfung ein böses Erwachen gibt. Daher ist es empfehlenswert, dass sich Ausbilder und Auszubildender wöchentlich oder gegebenenfalls in entsprechend kürzeren Abständen austauschen.

Um einen jungen Menschen auf die Ziele einer IT-Ausbildung vorbereiten zu können, muss der Ausbilder bestimmte Eigenschaften und Qualifikationen haben und diese auch vorleben.

Da die IT-Berufe noch nicht lange staatlich anerkannt sind, gibt es bislang kaum Ausbilder im IT-Bereich, die selbst einen dieser Ausbildungsberufe erlernt haben. Doch kann die nötige Qualifizierung gegenüber der Kammer dennoch nachgewiesen werden: So wird davon ausgegangen, dass die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse vorhanden sind, wenn eine entsprechende Berufsausbildung wie z.B. zum Datenverarbeitungskaufmann oder zum Kommunikationselektroniker vorhanden ist oder eine entsprechende Tätigkeit bereits seit Jahren ausgeübt wurde. Geeignete schulische Abschlüsse oder Hochschulabschlüsse sind beispielsweise

Hier können Sie eine Checkliste „Welche Voraussetzungen müssen IT-Ausbilder haben?“ herunterladen (Download als DOC-Datei, 225KB).