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Wie kann unter Projektbedingungen ausgebildet werden?

Fakt ist, dass der IT-Markt für eine Ausbildung mit festgeschriebenen Inhalten nicht besonders geeignet erscheint, da sich Techniken, Technologien und mit ihnen die Inhalte und Kundenaufträge v.a. für kleine und mittelständische Unternehmen fortwährend ändern. Die Kundenaufträge bedeuten in KMU meist überschaubare und zeitlich begrenzte Projekte und weniger kontinuierliche Tätigkeiten, die die Inhalte einer IT-Ausbildung über längere Zeiträume hinweg vermitteln könnten. Wie kann also unter diesen Bedingungen Vollständigkeit, Systematik und Kontinuität in der Ausbildung gewährleistet werden? Auf den ersten Blick erscheint das schwierig, aber: Es geht!

Die Lösungen liegen in den verschiedenen Möglichkeiten der IT-Ausbildung:

Da sich jeder im IT-Bereich tätige Betrieb diesem steten Wandel und Fortschritt angleichen muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wurden die Ausbildungsverordnungen offen formuliert. Der Nachteil dieser Offenheit ist, dass sie u.U. Unsicherheiten mit sich bringt, wie manche Inhalte konkret umgesetzt werden können. Doch die Vorteile überwiegen. Denn die Ausbildungsverordnungen wurden v.a. deshalb so offen gestaltet, weil z.B. zu Beginn einer Ausbildung eine Technologie noch aktuell und nützlich sein kann, zum Ende der Ausbildung hingegen – nach circa drei Jahren – bereits überholt und gar nicht mehr angewendet wird. Und was würde dann eine fest vorgeschriebene Technik oder Technologie bringen, die weder vom Betrieb in seinem Einsatzgebiet verwendet wird noch aktuell ist?

Weiterhin heißt es in den Ausbildungsverordnungen, dass die Ausbildungsgrundlagen

in der Ausbildung von Anfang an vermittelt und trainiert werden sollen. Auch dies ist bei zeitlich begrenzten und überschaubaren Projekten in kleinen oder mittelständischen Betrieben möglich.

Zentrale Bedeutung haben die Prozessorientierung und das Projektmanagement erhalten. Die Auszubildenden sollen von Anfang an die einzelnen Prozesse und Module eines Kundenauftrages, einer Softwareentwicklung oder Erstellung eines Netzwerkes kennen lernen und begleiten, um auf diese Weise in den oben genannten Ausbildungsgrundlagen ausgebildet zu werden.

Obwohl diese Fähig- und Fertigkeiten Grundlagen in den IT-Ausbildungen und eng mit der Prozess- bzw. Projektorientierung verknüpft sind, weisen Auszubildende darin bei Prüfungsantritt oft noch viele Defizite auf. Daher gilt es, darauf von Ausbildungsbeginn an bewusst zu achten!

Auch wenn Auszubildende in den ersten Wochen inhaltlich oder fachlich noch nicht viel beisteuern können, ist es wichtig, sie von Anfang an für konstruktives Mitarbeiten und -denken innerhalb der Projektketten und -module sowie für die Veränderungen von technologischen Standards zu sensibilisieren. Auszubildende im IT-Bereich sollten von Anbeginn ihrer Ausbildung entsprechend ihren Fähig- und Fertigkeiten in aktuelle Kundenaufträge und Projekte miteingebunden werden.