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Begriffsdefinitionen

Betriebliches Handlungsfeld Das betriebliche Handlungsfeld ist die Gesamtheit der Tätigkeiten, die zur Erledigung eines betrieblichen Auftrags nötig sind, um den Anforderungen in Bezug auf rationelles Handeln, wirtschaftliches Arbeiten, umweltverträgliches Verhalten und verantwortungsvolle Qualitätssicherung gerecht zu werden.
Fachqualifikationen Zu den berufsspezifischen Fachqualifikationen zählen die im Teil A der Ausbildungsverordnung aufgeführten Berufsbildpositionen des Ausbildungsberufs. Diese Qualifikationen werden zusammen mit den Kernqualifikationen in Zeitrahmen und Lernfeldern integriert vermittelt. Die theoretischen Kenntnisse für die Fachqualifikationen werden durch die Berufsschulen vermittelt.
Ganzheitliche Handlung Zur ganzheitlichen (oder vollständigen) Handlung gehören neben den direkt für die Durchführung des Auftrags notwendigen Tätigkeiten auch alle indirekt nötigen Tätigkeiten wie Planung, Vorbereitung, Kontrolle, Dokumentation, Übergabe, Kundenkontakt usw.
Geschäftsprozess Mit Geschäftsprozess wird die Gesamtheit der vor, gleichzeitig und nach der Tätigkeit der Fachkraft stattfindenden und zum Teil auch parallel dazu verlaufenden Prozesse bezeichnet. Der für die Ausbildung relevante Geschäftsprozess eines Unternehmens ist in den meisten Fällen nur ein Teil des betrieblichen Gesamtprozesses.
Integrierte Vermittlung Während der gesamten Ausbildungsdauer werden Kern- und Fachqualifikationen einschließlich der Qualifikationen für die betrieblichen Einsatzgebiete gemeinsam, so wie sie in der betrieblichen Praxis gebraucht werden, integriert vermittelt. Zu Beginn der Ausbildung überwiegt die Vermittlung von Kernqualifikationen, die als Grundlage neu zu erarbeitender und darauf aufbauender Qualifikationen dienen. Am Ende der Ausbildung überwiegt die Vermittlung von Fachqualifikationen.
Kernqualifikationen Alle neugeordneten industriellen Metallberufe weisen gemeinsame Kernqualifikationen auf. Diese werden in den Berufsbildpositionen 1 bis einschließlich 12 definiert. Die Kernqualifikationen, zu denen auch berufsfeldübergreifende Qualifikationen gehören, werden zusammen mit den Fachqualifikationen integriert vermittelt. Die die Kernqualifikationen betreffenden theoretischen Kenntnisse werden durch die Berufsschulen vermittelt.
Kundenorientierung Die Notwendigkeit kundenorientierten Handelns gewinnt auch für die Facharbeiter in industriellen Betrieben immer mehr an Bedeutung. Zur Ausübung ihrer Tätigkeit gehört heute auch, Gespräche mit Kunden zu führen, Auftraggeber über den jeweiligen Stand der Umsetzung zu informieren, Produkte zu übergeben und viel anderes mehr. Von den Auszubildenden erfordert dies, die Kriterien und Wünsche der jeweiligen Kunden zur Kenntnis zu nehmen und in der Auftragsbearbeitung zu berücksichtigen.
Lernfeld Im Berufsschulunterricht für die neugeordneten Metallberufe sollen die fachkundliche Inhalte entsprechend ihrer Verknüpfung mit den beruflichen Arbeitsprozessen vermittelt werden. Hierzu ist der Unterricht nach Lernfeldern organisiert, die jeweils an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientiert sind. Lernfelder beinhalten einen integrativen Auftrag. Dieser Auftrag kann z. B. ein gemeinsames Projekt zwischen Betrieb und Berufsschule sein. Parallel zu den Lernfeldern für die Berufsschule wurden Zeitrahmen für die betriebliche Ausbildung entwickelt. Im Idealfall sind Zeitrahmen und Lernfelder synchron aufeinander abgestimmt.
Lernsituation In einer Lernsituation bearbeiten die Auszubildenden praxisnah ein Projekt unter Einbeziehung aller relevanten Aspekte. Bei entsprechender Abstimmung zwischen Betrieb und Berufsschule kann die Lernsituation verschiedene Lernorte und reale Aufträge mit einbeziehen.
Prozesskompetenz Ein betrieblicher Auftrag umfasst viele Teilprozesse vom ersten Kundenkontakt bis zur Übergabe an den Kunden. Oftmals werden dabei auch angrenzende Bereiche des eigenen Arbeitsgebiets berührt, so dass mit benachbarten Abteilungen kommuniziert und kooperiert werden muss. Das ganzheitliche Beherrschen dieser verzahnten Teilprozesse ergibt die für einen Facharbeiter unabdingbare Prozesskompetenz, die alle notwendigen Qualifikationen zur Bearbeitung eines realen betrieblichen Auftrags beinhaltet.
Vollständige Handlung Zur vollständigen (oder ganzheitlichen) Handlung gehören neben den direkt für die Durchführung des Auftrags notwendigen Tätigkeiten auch alle indirekt nötigen Tätigkeiten wie Planung, Vorbereitung, Kontrolle, Dokumentation, Übergabe, Kundenkontakt usw.
Zeitrahmen Die Vermittlung der im Ausbildungsrahmenplan definierten Kern- und Fachqualifikationen erfolgt in betrieblichen Handlungsfeldern, die dort unter der Bezeichnung "Zeitrahmen" definiert sind. Die Ausbildungsverordnungen geben für die Zeitrahmen in der Regel eine ein- bis sechsmonatige Dauer vor. Sie beschreiben die Kompetenzen, die am Ende des jeweiligen Zeitrahmens von den Auszubildenden beherrscht werden sollen. Das ausbildende Unternehmen entscheidet selbst darüber, welche Inhalte mit welcher Intensität vermittelt werden müssen, und bestimmt damit die Größe des betriebsspezifischen Zeitfensters. Parallel zu den Zeitrahmen wurden Lernfelder für die Berufsschule entwickelt. Im Idealfall sind Zeitrahmen und Lernfelder synchron aufeinander abgestimmt.