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Ausbildung in ausgewählten Branchen > Ausbilden in industriellen Metallberufen > Was ist neu nach seit der Neuordnung?

Was ist neu nach seit der Neuordnung?

Die Neuordnung der Metallberufe in den Jahren 2004 / 2007 umfasst weitreichende Änderungen, die das Lernen in der betrieblichen und schulischen Ausbildung ebenso betreffen wie die Ausgestaltung des Prüfungswesen.

Einen Vergleich der Ausbildungskonzepte für die industriellen Metallberufe vor und nach der Neuordnung können Sie hier abrufen (Download als DOC-Datei, 367KB).

Zu den wichtigsten Änderungen der neuen Ausbildung gehört die Ausrichtung der Lerninhalte an den Geschäftsprozessen des Ausbildungsbetriebes. Lernen und Prüfen soll zukünftig möglichst im direkten Umfeld betrieblicher Anforderungen stattfinden, um so den Auszubildenden prozessbezogene Kompetenzen und damit die Fähigkeit zu selbstorganisiertem ganzheitlichem Handeln zu vermitteln.

Um einen möglichst flexiblen Einsatz der künftigen Facharbeiter zu gewährleisten, wurden außerdem für alle industriellen Metallberufe 50 Prozent gemeinsame Qualifikationen (Kernqualifikationen) mit den anderen industriellen Metall-Ausbildungsberufen ausgearbeitet, die restlichen 50 Prozent decken berufsspezifische Fachqualifikationen ab. Kernqualifikationen und Fachqualifikationen werden dabei in typischen Geschäftsprozessen gemeinsam vermittelt.

Auch der Unterricht in den Berufsschulen wurde an die geänderte Ausbildung angepasst. So wurde im Rahmenlehrplan für den Berufsschulunterricht die Fächersystematik zugunsten handlungsorientierter Lernfelder aufgegeben, die an beruflichen Aufgabenstellungen und Abläufen orientiert sind. Diese Lernfelder sind jeweils auf entsprechende betriebliche Zeitrahmen bezogen, um die weitgehende Abstimmung der betrieblichen und schulischen Ausbildungsinhalte zu ermöglichen.

Um eine Prüfung der während der Ausbildung vermittelten prozessorientierten Qualifikationen der Auszubildenden zu erlauben, wurde eine zweiteilige "gestreckte Abschlussprüfung" eingeführt. Dabei geht die bisherige Zwischenprüfung (gestreckte Abschlussprüfung – Teil 1) zu 40 Prozent und die Abschlussprüfung (gestreckte Abschlussprüfung – Teil 2) zu 60 Prozent in die Prüfungsnote ein.