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Prüfungswesen > Prüfungen und Ende der Ausbildung > Wie kann optimal auf Prüfungen vorbereitet werden? > Vorbereitung auf die Zwischenprüfung

Vorbereitung auf die Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung probt den Ernstfall. Ziel der Zwischenprüfung ist es, den Ausbildungsstand zu ermitteln. Sie dient dazu, Lernerfolge bzw. Lerndefizite zu offenbaren, damit Ausbildungsbetrieb und Auszubildender die Möglichkeit erhalten, u.U. korrigierend auf den Ausbildungsverlauf einzuwirken.

Erfolgreich absolvierte Zwischenprüfungen können die Auszubildenden motivieren und stabilisierend für den weiteren Ausbildungsverlauf wirken. Umgekehrt können weniger erfolgreiche Zwischenprüfungen demotivierend wirken und negative Lerneinstellungen verstärken. Um das "Motivationspotential" der Zwischenprüfung voll auszuschöpfen, sollte der Jugendliche auf die Zwischenprüfung vorbereitet werden.

Die Zwischenprüfung ist in erster Linie auf den betrieblichen Ausbildungsprozess ausgerichtet, dass heißt sie orientiert sich an dem Ausbildungsrahmenplan bzw. der Ausbildungsordnung. Da die berufsschulische Ausbildung sich an den Lehrplänen orientiert, kann es durchaus vorkommen, dass Prüfungsstoff Gegenstand der Zwischenprüfung ist, der noch nicht in der Berufsschule behandelt worden ist und auch noch nicht Ausbildungsgegenstand in der praktischen Ausbildung im Betrieb gewesen ist. Das hat Konsequenzen auf die Vorbereitung:

Verantwortlichkeit des Auszubildenden

Verantwortlichkeit des Ausbilders bzw. des Ausbildungsverantwortlichen

Der Ausbilder sollte überwiegend eine steuernde Funktion bei der Prüfungsvorbereitung einnehmen und sicherstellen, dass sich der Auszubildende kontinuierlich mit der Prüfungsvorbereitung beschäftigt. Der von dem Auszubildenden erstellte Zeitplan kann dem Ausbilder als Checkliste dienen, welche Punkte der Auszubildende schon bearbeitet hat und welche noch ausstehen.

Damit entsprechende Korrekturen im Ausbildungsverlauf vorgenommen werden können, ist mit dem Auszubildenden eine differenzierte Auswertung der Zwischenprüfung vorzunehmen. In der Regel erhalten die Auszubildenden ein Ergebnisblatt, auf dem die erreichte Punktzahl in Prozent vom Gesamtergebnis vermerkt ist sowie zum Vergleich das gesamte Kammerergebnis. Eine differenzierte Rückmeldung ist daher schwer möglich, da dem Auszubildenden die Prüfungsunterlagen mit entsprechenden Anmerkungen nicht zur Verfügung gestellt werden. Die Auswertung kann daher nur auf der Grundlage des Berichts des Auszubildenden bzw. auf Grundlagen der eigenen Prüfertätigkeit vorgenommen werden.

Wichtig ist es, dem Auszubildenden das Prüfungsergebnis transparent zu machen und die Ursache für ein evtl. schlechtes Abschneiden zu ermitteln.

Bei großen Lerndefiziten sollte unbedingt der duale Partner kontaktiert werden, um über entsprechende Maßnahmen der Förderung zu beraten. Bei größeren Lerndefiziten sind ausbildungsbegleitende Hilfen in Betracht zu ziehen.

Eine Übersicht über Methoden und Techniken der Prüfungsvorbereitung können Sie hier herunterladen (Download als DOC-Datei, 337KB).