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Prüfungswesen > Neue Prüfungskultur – neue Ausbildungskultur > Was verändert sich in der betrieblichen Ausbildung? > Prozessorientierte Ausbildungsplanung kompakt

Prozessorientierte Ausbildungsplanung kompakt

Was wird wo, wann im Betrieb gelernt?

1. Schritt: Analyse der Geschäfts-, Leistungs- und Arbeitsprozesse im Unternehmen
2. Schritt: Abgleich mit den laut Ausbildungsordnung zu vermittelnden Qualifikationen
3. Schritt: Auswahl von Arbeitsplätzen und Arbeitsaufgaben, die zur Vermittlung  dieser Qualifikationen geeignet sind

Ergebnis: Durchlaufplan

Wie werden Grundlagen vermittelt?

Wie kooperieren Betrieb und Berufsschule?

Prozessorientierte Ausbildungsplanung

Gelernt werden soll möglichst am Arbeitsplatz. Deswegen kommt es bei der prozessorientierten Ausbildung auf eine sorgfältige Ausbildungsplanung an. Die Auswahl der Versetzungsabteilungen und das Erstellen eines Durchlaufplans sind entscheidend. Dazu werden in einem ersten Schritt die einzelnen Arbeitsprozesse im Unternehmen genau beschrieben. Dies geschieht am besten zusammen mit den Ausbildungsverantwortlichen der einzelnen Fachabteilungen. Hilfreich sind hierfür zum Beispiel Arbeitsanweisungen, die bei zertifizierten Betrieben im Qualitätshandbuch beschrieben sind. Erst wenn die betrieblichen Prozesse festgelegt sind, kommt die Ausbildungsordnung in einem zweiten Schritt ins Spiel. In einem Abgleich wird geprüft, in welchen betrieblichen Prozessen sich die Qualifikationen, die in der Ausbildungsordnung beschrieben werden, wieder finden. Erst im letzten Schritt wird dann festgelegt, in welcher Abteilung die Auszubildenden wann eingesetzt werden sollen. Die Ausbildungsordnung wird auf konkrete Arbeitsbereiche im Betrieb bezogen und es werden Zeitfenster für die Qualifikationen festgelegt, die vermittelt werden sollen. Auch die Grundlagenausbildung ist hier nicht außen vor. Grundlagen werden möglichst im und am Arbeitsprozess vermittelt.

Wie ein großer Automobilzulieferer seine Ausbildung nach der Neuordnung der Metall- und Elektroberufe umgestellt hat, zeigt folgender Erfahrungsbericht (Download als DOC-Datei, 253KB).

Die Vermittlung von Grundlagen

Möglichkeiten, wie Sie bei der Vermittlung von Grundlagen vorgehen können, sind in den folgenden Punkten kurz zusammengefasst:

Das Prinzip: Die Auszubildenden lernen, wie man sich selbständig in die fachlichen Grundlagen einarbeitet, wenn man von einem konkreten Problem ausgeht.

Der Effekt: Die Auszubildenden lernen nicht nur Fachwissen, das unter Umständen schnell veraltet, sondern sie lernen das Lernen und können sich bei Bedarf in neue Themengebiete einarbeiten. Zudem werden Querschnittsqualifikationen der Auszubildenden wie Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit gefördert.

Die Vermittlung von Prozessorientierung in der Berufsschule

Nicht nur die Ausbildung im Betrieb, sondern auch die Ausbildung in der Berufsschule soll möglichst arbeitsprozessorientiert erfolgen. So sind die Ausbildungsinhalte in der Berufsschule meist nach Lernfeldern (nicht mehr nach Fächern) strukturiert. Diese orientieren sich an beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen.

Damit nicht an der betrieblichen Realität vorbei beschult wird, soll die Ausbildung im Betrieb inhaltlich und zeitlich möglichst gut mit der Berufschule koordiniert sein. Ein guter Draht zur Berufsschule wird wichtiger denn je. Gemeinsame Projekte zwischen Betrieb und Berufschule bieten sich an, um die Zusammenarbeit zu verstärken.

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