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Prüfungswesen > Neue Prüfungskultur – neue Ausbildungskultur > Was verändert sich in der betrieblichen Ausbildung?

Was verändert sich in der betrieblichen Ausbildung?

Auch nach Einführung neuer Prüfungsformen kann die Ausbildung im Unternehmen so bleiben, wie sie war. Die Auszubildenden zum Industriemechaniker etwa können nach wie vor ihre Grundausbildung in der Lehrwerkstatt absolvieren und - soweit sie fachlich fit sind - in den Fachabteilungen unter Anleitung und Aufsicht des ausbildenden Fachpersonals einfachere Aufgaben übernehmen. Für die Auszubildenden zum Fachinformatiker ist das Lernen der Programmiersprachen aus Fachbüchern immer noch sinnvoll und für Zuarbeiten sind Auszubildende nach wie vor sehr nützlich. Ihre Prüfungen werden die auf traditionelle Art und Weise Ausgebildeten trotzdem mit gutem Erfolg bestehen. Dazu reicht es, wenn ihnen ab und zu ein Praxisprojekt übertragen wird, auch wenn es sich dabei nur um ein Spielprojekt handelt, das extra zu Lehrzwecken kreiert wurde und durch das sie in Präsentations- und Dokumentationsmethoden geschult werden.

Unternehmen können die neuen Prüfungsformen allerdings auch als Chance begreifen, die Ausbildung so zu strukturieren, dass die Auszubildenden von Anfang an für das Unternehmen produktiv werden und einen guten Einblick in die betrieblichen Arbeitsvorgänge sowie die betrieblichen Produktions- bzw. Dienstleistungsprozesse erhalten. Dies bedeutet für den Betrieb eine Reduzierung der Kosten und eine Steigerung des Nutzens der Ausbildung, da Auszubildende bei einer geschäftsprozessorientierten Ausbildung und Prüfung bereits ab dem zweiten Ausbildungsjahr produktiv einsetzbar sind und nach Abschluss der Ausbildung keine weitere Anpassung an die realen Aufgaben im Betrieb benötigen. Neue Prüfungsformen wie die Projektarbeit bei den IT-Berufen, der Betriebliche Auftrag bei den industriellen Elektroberufen, das Kundenberatungsgespräch in der Versicherungswirtschaft oder das gastorientierte Gespräch in der Gastronomie tragen dazu bei, die Auszubildenden noch besser auf ihren späteren Einsatz im Unternehmen vorzubereiten. Das bestätigen auch Ausbildungsverantwortliche von Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit den neuen Prüfungsformen haben.