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Prüfungswesen > Neue Prüfungskultur – neue Ausbildungskultur > Wie wird geprüft? > Die Abschlussprüfung in den IT-Berufen

Die Abschlussprüfung in den IT-Berufen

Die Betriebliche Projektarbeit

Bestandteil der Prüfung in den IT-Berufen ist die

Laut Ausbildungsordnung weist der Auszubildende durch die Bearbeitung einer Aufgabenstellung aus der betrieblichen Praxis nach, dass er „Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und zeitlicher Vorgaben selbständig planen und kundengerecht umsetzen sowie Dokumentationen kundengerecht anfertigen, zusammenstellen und modifizieren kann“. Vom Prüfungsausschuss bewertet wird der Arbeitsprozess, wie er in der Dokumentation bzw. in der Präsentation und im Fachgespräch dargelegt wird, nicht das Ergebnis der Projektarbeit (z.B. ein lauffähiges Programm). Durch die Präsentation und das Fachgespräch soll der Auszubildende zeigen, dass er fachbezogene Probleme und Lösungskonzepte zielgruppengerecht darstellen, den für die Projektarbeit relevanten fachlichen Hintergrund aufzeigen sowie die Vorgehensweise im Projekt begründen kann. Für die Bearbeitung des betrieblichen Projekts inklusive Dokumentation stehen je nach Ausbildungsberuf 35 bis 70 Stunden zur Verfügung. In dieser Zeit können durchaus auch komplexe Aufgaben bewältigt werden. Beispiele für Projektarbeiten von Fachinformatikern (Systemintegration) sind die Einrichtung eines Computerlabors, d.h. die komplette Vernetzung der Computer eines Seminarraums und der Peripheriegeräte oder der Aufbau eines funkgestützten Computer-Netzwerk (W-LAN-Anbindung) für einen Seminarraum.

Die schriftliche Prüfung

Die schriftliche Prüfung in den IT-Berufen umfasst neben der Prüfung in Wirtschafts- und Sozialkunde zwei Ganzheitliche Aufgaben. Eine der beiden Aufgaben bezieht sich auf die Qualifikationen, welche für das jeweilige Berufsfeld typisch sind (profilprägende Qualifikationen). Die andere Ganzheitliche Aufgabe prüft Kernqualifikationen, die allen IT-Berufen gemeinsam sind. Von IT-System-Kaufleuten kann beispielsweise verlangt werden, ein Callcenter mit der entsprechenden Soft- und Hardware vollständig einzurichten, inklusive der Kostenplanung. Eine typische Aufgabe für Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung wäre zum Beispiel das Einrichten eines Internetportals. Technische Unterlagen für Benutzer aufzubereiten oder die persönliche Beratung von Benutzern vorzubereiten, kommt als Aufgabe für verschiedene IT-Berufe in Frage. Um Ganzheitliche Aufgaben dieser Art zu bearbeiten, muss der Auszubildende über fundiertes Fachwissen verfügen. Ohne eine solide Wissensbasis geht es nicht. Die Prüfung ist jedoch explizit keine reine Wissensabfrage. Es geht nicht um das Reproduzieren von Fachwissen, sondern um den Transfer in einen quasi-betrieblichen Kontext. Oder wie es der Geschäftsführer eines kleinen IT-Unternehmens, Mitglied im Prüfungsausschuss, ausdrückt:
„Auswendig Gelerntes herunterbeten, das reicht heute nicht mehr, der Prüfling muss zeigen dass er Zusammenhänge verstanden hat und sein Wissen anwenden kann.“

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