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Durchlässigkeit verbessern – Anschlussfähigkeit beruflicher Abschlüsse sichern

Kurze technologische Innovationszyklen, die raschen Veränderungen und Neuerungen bei Tätigkeitsprofilen machen deutlich: Der erfolgreiche Abschluss in einem Ausbildungsberuf stellt immer seltener das Ende eines individuellen Bildungswegs dar.

Ausbildung und in der Folge lebenslange Weiterbildung sollen durch später anrechenbare Zusatzqualifikationen, die bereits im Ausbildungsprozess erworben werden können, enger verzahnt werden. In diesem Sinne sollen auch die derzeit bestehenden Wartezeiten (mehrjährige Praxiserfahrung) für eine Zulassung zu Fortbildungen verkürzt und die Fortbildungen selber modular strukturiert werden: Zertifizierung von für den weiteren Bildungsweg anrechenbaren Teilqualifikationen.

Für diesen weiteren Bildungsweg soll auch die Durchlässigkeit hin zum tertiären Bildungssektor erhöht werden. Dem "Quereinstieg" in eine Hochschulausbildung stehen derzeit hohe Hürden im Wege. Diese Hürden sollen in Zukunft durch die Anrechenbarkeit von in der Berufspraxis und in Fortbildungen erworbenen Kompetenzen auf Studiengänge reduziert werden. Die Voraussetzungen dafür sind günstig, da das Studium an Universitäten und Fachhochschulen bereits weitgehend modularisiert ist.

Damit ist im Prinzip der Weg eröffnet, außerhochschulisch erworbene Kompetenzen für die Zulassung zu und die Verkürzung von Studiengängen gutzuschreiben. Um auch ein berufsbegleitendes, nicht berufsunterbrechendes Studium zu ermöglichen, sind die Hochschulen zur Entwicklung von Teilzeitstudiengängen aufgefordert. Bereits jetzt zeichnet sich die Tendenz ab, dass deren Entwicklung einer intensiven regionalen Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen bzw. Verbänden und Kammern bedarf.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

Müskens, W.:
Pauschale und individuelle Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge – das Oldenburger Modell. In: Hochschule & Weiterbildung, 1/2006