Fotoelement Atmo
Logos: Ausbildernetz plus, bfz, f-bb
Logo: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
Themennavigation öffnenThemennavigation
Vor der Ausbildung > Innovation in der Berufsbildung > Was sind die aktuellen Innovationsansätze? > Mehr Schulabschlüsse erreichen

Mehr Schulabschlüsse erreichen – Ausbildungsreife verbessern

Eine elementare Voraussetzung für den Übergang in die duale Berufsausbildung ist der erfolgreiche Abschluss einer allgemeinbildenden Schule der Sekundarstufe I (Hauptschule, Realschule). Der Abschluss sollte zugleich sicherstellen, dass er die Ausbildungsreife des Jugendlichen zuverlässig zertifiziert. Ausbildungsreife bedeutet durchaus nicht, dass ein Jugendlicher für die Ausbildung in jedem Beruf geeignet ist; die Ausbildungsreife kann mehrere, muss aber zumindest einen konkreten Ausbildungsberuf betreffen.

Ausbildungsreife
Eine Person kann als ausbildungsreif bezeichnet werden, wenn sie die allgemeinen Merkmale der Bildungs- und Arbeitsfähigkeit erfüllt und die Mindestvoraussetzungen für den Einstieg in die berufliche Ausbildung mitbringt. Dabei wird von den spezifischen Anforderungen einzelner Berufe abgesehen, die zur Beurteilung der Eignung für den jeweiligen Beruf herangezogen werden (Berufseignung). Fehlende Ausbildungsreife zu einem gegebenen Zeitpunkt schließt nicht aus, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden kann.

Berufseignung
Eine Person kann dann für einen Ausbildungsberuf, eine berufliche Tätigkeit oder Position als geeignet bezeichnet werden, wenn sie über die Merkmale verfügt, die Voraussetzungen für die jeweils geforderte berufliche Leistungshöhe sind, und der (Ausbildungs-) Beruf, die berufliche Tätigkeit oder die berufliche Position die Merkmale aufweist, die Voraussetzung für berufliche Zufriedenheit der Person sind.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

Ausbildungsreife – Numerus clausus für Azubis?
In: BWP - Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Heft 3/2005, S. 19 - 23

Um die Quote erfolgreicher Schulabschlüsse zu erhöhen, sollen die Früherkennung und die spezielle Förderung von Problemfällen (etwa in den Schlüsselfächern Rechnen und Sprache in Wort und Schrift) weiter verbessert werden.

Die Bedeutung der regionalen Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Schule wird noch zunehmen, ausbildende Unternehmen der Region sollen verstärkt an Mentorenmodellen partizipieren. Praktika und Praxisjahre unterstützen die Berufsorientierung der Jugendlichen, im regelmäßige Erfahrungsaustausch mit betrieblichen Praktikern informieren sich Lehrer über aktuelle Berufsbilder und betriebliche Abläufe.

Die Unternehmen, die oft über eine mangelhafte Ausbildungsreife von Jugendlichen klagen, sind damit aufgerufen, zur Herstellung der erwünschten Ausbildungsreife und Berufseignung beizutragen.