
Einen zentralen Stellenwert in der Diskussion um die Modernisierung der deutschen Berufsbildung nimmt die Gliederung der Ausbildung in eigenständig verwertbare und anschlussfähige Module ein. Die Grundidee ist, die bislang übliche dreijährige Ausbildung, die in die Qualifikation zum Facharbeiter mündet, zwar beizubehalten, in ihr aber Teilqualifikationen ("Ausbildungsbausteine") zu identifizieren, zu dokumentieren und zu zertifizieren. Sechs Ziele und eine Reihe von wünschenswerten Effekten werden mit diesem Innovationsansatz verknüpft:
| Ziele | Angestrebte Effekte |
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| Reduzierung von „Warteschleifen“ im Übergang von Berufsausbildungsvorbereitung und Berufsausbildung (Flexibilisierung der Zugangswege) |
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| Verbesserung der Wechselmöglichkeiten zwischen gleichwertigen Formen der Berufsausbildung (Flexibilisierung der Ausbildungswege) |
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| Verbesserung der Durchlässigkeit von der Berufsausbildung in die Weiter und Hochschulbildung |
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| Verbesserte Anpassung der Ordnungsstrukturen an die betrieblichen Ausbildungsbedingungen (Flexibilisierung der betrieblichen Ausbildungswege) |
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| Flexibilisierung der Wege zum Ausbildungserfolg für Lernende mit fragilen Ausbildungsverläufen |
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| Höhere Kompatibilität der Berufsausbildung mit europäischen Standards in der Berufsbildung |
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Diese Konzepte zur Modernisierung der Berufsausbildung haben zu einer lebhaften bildungspolitischen Debatte geführt. Vor allem zwei Vorschläge stehen im Zentrum der Diskussion:
Insbesondere die Sozialpartner (Spitzenorganisationen der Kammern, Gewerkschaften) stehen diesen Neuerungen skeptisch gegenüber.
Im Interesse der Jugendlichen wie der Wirtschaft ist zu hoffen und zu wünschen, dass diese Diskussion letztlich in eine von Konsens getragene Strategie mündet, die erforderliche Innovationen der Berufsausbildung optimiert – und nicht blockiert.
© f-bb (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung)