Fotoelement Atmo
Logos: Ausbildernetz plus, bfz, f-bb
Logo: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
Themennavigation öffnenThemennavigation
Vor der Ausbildung > Innovation in der Berufsbildung > Themen, Positionen und Argumente

Themen, Positionen und Argumente

Flexible Ausbildungswege: Was sind die Themen, Positionen und Argumente?

Einen zentralen Stellenwert in der Diskussion um die Modernisierung der deutschen Berufsbildung nimmt die Gliederung der Ausbildung in eigenständig verwertbare und anschlussfähige Module ein. Die Grundidee ist, die bislang übliche dreijährige Ausbildung, die in die Qualifikation zum Facharbeiter mündet, zwar beizubehalten, in ihr aber Teilqualifikationen ("Ausbildungsbausteine") zu identifizieren, zu dokumentieren und zu zertifizieren. Sechs Ziele und eine Reihe von wünschenswerten Effekten werden mit diesem Innovationsansatz verknüpft:

Ziele Angestrebte Effekte
Reduzierung von „Warteschleifen“ im Übergang von Berufsausbildungsvorbereitung und Berufsausbildung (Flexibilisierung der Zugangswege)
  • Reduzierung von unproduktiven öffentlichen Ausgaben
  • Erhöhung der Leistungsmotivation der Jugendlichen
  • Zielgerichteter Einsatz von knappen betrieblichen Ausbildungsressourcen
Verbesserung der Wechselmöglichkeiten zwischen gleichwertigen Formen der Berufsausbildung (Flexibilisierung der Ausbildungswege)
  • Reduzierung der Zahl der Altbewerber
  • Optimierung des Einsatzes der Ausbildungsressourcen in den verschiedenen Lernorten
  • Steigerung der Ausbildungsqualität
Verbesserung der Durchlässigkeit von der Berufsausbildung in die Weiter und Hochschulbildung
  • Erhöhte Attraktivität der Berufsausbildung für Betriebe und Jugendliche
Verbesserte Anpassung der Ordnungsstrukturen an die betrieblichen Ausbildungsbedingungen (Flexibilisierung der betrieblichen Ausbildungswege)
  • Bedarfsgerechtere Gestaltung der Ausbildungsverhältnisse
  • Erhöhung der Attraktivität der Berufsausbildung
Flexibilisierung der Wege zum Ausbildungserfolg für Lernende mit fragilen Ausbildungsverläufen
  • Höhere Zahl an erfolgreichen Ausbildungsabschlüssen
  • Niedrigere Zahl von Ausbildungsabbrüchen
Höhere Kompatibilität der Berufsausbildung mit europäischen Standards in der Berufsbildung
  • Aufwertung des dualen Systems
  • Status, Reputations und Attraktivitätssteigerung der deutschen Berufsausbildung
Quelle: Euler/Severing 2006, S. 11

Diese Konzepte zur Modernisierung der Berufsausbildung haben zu einer lebhaften bildungspolitischen Debatte geführt. Vor allem zwei Vorschläge stehen im Zentrum der Diskussion:

Insbesondere die Sozialpartner (Spitzenorganisationen der Kammern, Gewerkschaften) stehen diesen Neuerungen skeptisch gegenüber.

Im Interesse der Jugendlichen wie der Wirtschaft ist zu hoffen und zu wünschen, dass diese Diskussion letztlich in eine von Konsens getragene Strategie mündet, die erforderliche Innovationen der Berufsausbildung optimiert – und nicht blockiert.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

Seitenanfang