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Eignung der Ausbilder

Die Berufsausbildung im dualen System darf nach § 20 des BBIB nur von Personen durchgeführt werden, die „persönlich und fachlich geeignet“ sind.

Persönlich nicht geeignet nach BBIG ist insbesondere, wer Kinder oder Jugendliche nicht beschäftigen darf oder wiederholt oder schwer gegen das Berufsbildungsgesetz oder die auf seiner Grundlage erlassenen Bestimmungen verstoßen hat.

Fachlich geeignet sind Ausbilder(innen) dann, wenn sie

besitzen.

Im Normalfall werden Ausbilder(innen) als beruflich geeignet angesehen, wenn sie das 24. Lebensjahr vollendet und die Abschlussprüfung in einer dem jeweiligen Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden haben oder alternativ über ausreichende Berufserfahrung verfügen. Im Handwerk ist für Handwerksberufe aus Anlage A der HwO der Abschluss der Handwerksmeisterprüfung erforderlich, auch Abschlüsse an Hochschulen oder höheren Fachschulen können zusammen mit angemessener Berufserfahrung ausreichen.

Die berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse müssen nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) durch ein Zeugnis oder einen anderen Nachweis nachgewiesen werden. Für Ausbildungsverhältnisse, die in der Zeit vom 01. August 2003 bis 31. Juli 2009 bestehen oder begründet werden, entfällt die Pflicht zum Nachweis dieser Kenntnisse, da die AEVO für diesen Zeitraum ausgesetzt wird. Die fachliche Eignung der Ausbilder(innen) muss jedoch nach wie vor gegeben sein und wird von den zuständigen Kammern überprüft.

Für Ausbilder in neuen Berufen, für die es keine Vorläuferberufe gibt, können entsprechende fachliche Abschlüsse im dualen System nicht nachgewiesen werden. Es wird in diesem Fall davon ausgegangen, dass die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse der Ausbilder(innen) vorhanden sind, wenn eine Berufsausbildung in verwandten Berufen vorliegt und die zu lehrenden Tätigkeiten im Ausbildungsbetrieb oder einem Betrieb der gleichen oder vergleichbaren Branche schon langjährig (5-6 Jahre) ausgeübt wurden.

Auch eine Kooperation mit anderen Betrieben oder Einrichtungen kann in vielen Fällen überlegenswert sein. Informationen hierzu erteilen die jeweils zuständigen Kammern.