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Aufbau der Ausbildung am Arbeitsplatz

Für den Aufbau der Ausbildung am Arbeitsplatz benötigt der Ausbilder zunächst die Lernziele.

Hilfreiche Informationen und Tipps zum Erarbeiten von Lernzielen finden Sie auch in der Situation "Unterricht planen - Lernen fördern".

Basis der Aufgabenstellungen sind die Aufgaben, wie sie tatsächlich im aktuellen Geschäftsgang anfallen. Dabei ist auch die Reihenfolge einzuhalten, in der die Aufgaben anfallen und zu bearbeiten sind.

Anfangsaufgaben
Anfangsaufgaben dienen dazu, dem Auszubildenden einen Überblick. über den Stellenwert seines Arbeitsplatzes bzw. seiner Abteilung im Gesamtunternehmen zu vermitteln. Eine geeignete Tätigkeit hierfür ist z. B. das Durcharbeiten des Postkorbes oder auch die Bearbeitung eines nicht allzu komplizierten Reklamationsfalls. Der Auszubildende wird auf diese Weise angeregt, sich selbstständig zu orientieren.

Vom Überblick zum Detail
Mit einer solchen der Anfangsaufgabe verläuft die Ausbildung nach dem sogenannten "deduktiven" Prinzip: Der Auszubildende verschafft sich zunächst einen Überblick über die Prozesse der Firma bzw. Abteilung und vertieft in der Folge. das erforderliche Detailwissen. Mit dieser Vorgehensweise bleibt die Ausbildung anfangs bewusst etwas "an der Oberfläche".

Tipp
Die Auszubildenden sollten mit ihren Fragen nicht auf später vertröstet werden. Vielmehr gilt es, die Fragen zu bündeln und Hinweise zu geben, wo man sich die fehlenden Informationen selbst beschaffen kann.

Um den Auszubildenden nicht zu überfordern, ist es allerdings manchmal ratsam, nicht sofort alle Fragen in vollem Umfang zu besprechen. Zweckmäßig ist hier z. B. ein sogenannter "Fragenspeicher", in dem Fragen gesammelt und kontinuierlich bearbeitet werden. Ein gutes Hilfsmittel hierzu ist der Metaplan: Die Fragen werden jeweils schriftlich fixiert, mit der Zeit kommen dann die fehlenden Antworten (z. B. mit Post-it) dazu.

Damit ist auch der Lernfortschritt visualisiert am Arbeitsplatz sichtbar. Der Auszubildende, der Ausbilder und Kollegen sind auf diese Weise mit in den Lernort Arbeitsplatz eingebunden.

Kontinuierlich steigende Anforderungen
Ein weiteres Prinzip zum Aufbau der Ausbildung am Arbeitsplatz ist, dem Auszubildenden kontinuierlich steigende Anforderungen zu bieten. Die Aufgaben werden im Verlauf der Ausbildung sukzessive um Aspekte erweitert.

Der Auszubildende sieht sich so stets weiter gefordert und bleibt motiviert. Durch gleichzeitig kontinuierliche Wiederholungen von Tätigkeiten gewinnt der Auszubildende zunehmend Sicherheit.