Der Auszubildende am Arbeitsplatz
Der Arbeitsplatz aus der Sicht des Auszubildenden
Der Arbeitsplatz kann zu Beginn der Ausbildung viele verschiedene Gefühle beim Auszubildenden auslösen. Die Palette reicht hier von "abschreckend“ bis hin zu "neu" oder "interessant".
Die Praxis allerdings zeigt, dass der Auszubildende langfristig am liebsten direkt am Arbeitsplatz lernt, diesen also der Berufsschule und dem Lernen zu Hause vorzieht. Dadurch ergibt sich eine hohe Lernmotivation für die Ausbildung im Betrieb, die der Ausbilder gezielt fördern kann.
Handlungsmuster des Auszubildenden am Arbeitsplatz
- Zu Beginn der Arbeit legt der Azubi fest, worauf er bei dieser Arbeit besonders achten will (z. B. Arbeitstempo, Präzision, gute Zusammenarbeit mit Kollegen).
- Wenn es die Zeit während der Arbeit erlaubt, macht er sich darüber Gedanken, warum dies oder jenes so funktioniert und sucht nach einer Erklärung.
- Er versucht herauszufinden, was die Arbeitskollegen von ihm erwarten und wie sie ihn einschätzen.
- Wenn er nicht weiß, wie er bei der Arbeit vorgehen soll, versucht er sein Informationsdefizit auszugleichen, indem er einen Arbeitskollegen fragt, oder nachdenkt, um selbst den Lösungsweg zu finden.
- Bevor er den Arbeitsauftrag ausführt, überlegt er, ob es verschiedene Wege gibt, den Auftrag zu erfüllen, welche Probleme bei der Arbeit auftreten könnten und wo er etwas falsch machen könnte.
- Hat er eine Arbeit erfolgreich ausgeführt, versucht er das nächste Mal, wenn ihm ein ähnlicher Auftrag gegeben wird, die Arbeit möglichst auf die gleiche Art und Weise zu erledigen.
- Er versucht seine Arbeitstätigkeit zunehmend effizienter zu gestalten.
Buchtipp:
Buckert, Andreas & Michael Kluge (2002): Der Ausbilder als Coach. Motivierte Auszubildende am Arbeitsplatz.
© f-bb (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung)