Rollen und Aufgaben des Ausbilders
Mit Gruppen zu arbeiten erfordert vom Ausbilder, unterschiedliche Rollen und Aufgaben wahrzunehmen. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählen:
- Der Ausbilder ist Fachmann für ein Wissensgebiet.
Ein fundiertes Fachwissen ist zweifellos die Grundlage für die Ausbildungstätigkeit. Dieses große Fachwissen kann aber nicht einfach mit Hilfe eines "Nürnberger Trichters" an die Auszubildenden weitergegeben werden. Ein erstklassiger Fachmann zu sein reicht deshalb oftmals nicht aus, um junge Erwachsene in dem jeweiligen Fachgebiet auch unterrichten zu können.
- Der Ausbilder ist auch Fachmann für Didaktik und planvollen Unterricht.
Er muss wissen, wie er sein Fachwissen vermittelt, welche Methoden er für welche Zwecke einsetzen kann und wie er Gespräche zielorientiert führt.
- Der Ausbilder ist ein kooperativer Lernpartner.
Junge Erwachsene lernen leichter und motivierter, wenn sie sich von ihrem Ausbilder respektiert und anerkannt fühlen. Deshalb ist es für den Ausbilder wichtig zu wissen, wie man mit den Auszubildenden richtig umgeht. Der Ausbilder sollte ein kooperativer Lernpartner und nicht der zürnende Scharfrichter sein.
- Der Ausbilder ist schließlich auch Gruppenbetreuer.
Er organisiert, plant und leitet nicht nur die Arbeit in der Gruppe, sondern hat auch einen Blick für die besondere Dynamik von Gruppen. Er achtet neben den sachlichen Aspekten auch auf die emotionale Ebene und hilft bei der Klärung und Lösung von zwischenmenschlichen Problemen und Konflikten.
© f-bb (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung)