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Während der Ausbildung > Ausbildung von beeinträchtigten Jugendlichen > Lernbezogene Beeinträchtigungen
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Lösungsansatz 2: Mentoring

Mentoring ist ein besonderes Instrument der Personalentwicklung. Es funktioniert nur außerhalb der in einer Organisation institutionalisierten Hierarchie von Vorgesetztem und Untergebenem. Denn es verlangt seitens des Anleitenden eine wohlwollende und geduldige Einstellung. Nur so kann der Lernende ein angstfreies, lernförderliches Verhältnis zu seinem Förderer (und durchaus auch Forderer) entwickeln.

Themenübersicht:

Mentoring - Grundidee

Es besteht darin, dass eine erfahrene Person (Mentor) ihr Wissen und ihre Erfahrung an eine noch unerfahrene Person (Mentee, sprich: Mentii) weitergibt. Im Unterschied zum Coaching, wo der Gecoachte (Coachee, sprich: Koutschii) dem Coach vorgibt, zu welchen persönlichen Zielen er geführt werden will, stehen beim Mentoring die Ziele weitgehend fest. Sie sind gesetzt durch die Organisation und ihre Prozesse, in deren Rahmen der Mentor bestellt wird (z.B. Ausbildung erfolgreich abschließen; sich ein neues Themengebiet erarbeiten; in eine neue Umgebung/Abteilung finden; Kommunikation/Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten verbessern, etc.). Das Verhältnis zwischen Mentor und Mentee ist deshalb eines der vertrauensvollen, partnerschaftlichen Anlehnung des Unerfahrenen an den Erfahrenen.

Der Mentor begleitet, beeinflusst und fördert die berufliche und persönliche Entwicklung seines Schützlings. Deshalb schafft es Mentoring, direkt und nachhaltig problematischen Situati-onen vorzubeugen bzw. Konflikte zu entemotionalisieren und zu entspannen. Jugendliche in der Ausbildung, deren Beeinträchtigung auf ihren schlechten Erfahrungen beruht, erleben u.U. zum ersten mal, dass jemand sich für ihre Belange interessiert, sich einsetzt und langfristig an sie glaubt.

Mitunter wird der Mentor auch "Pate" genannt. Das Konzept ist jedoch das gleiche. Wie es erfolgreich angewendet werden kann, zeigt ein weiterer Fall aus der betrieblichen Praxis:

…das Beispiel der Fritz Ehrensberger GmbH aus Lupburg: "Über den Gesellen/Paten erkennen wir sehr schnell die individuellen Stärken – er arbeitet auf den Baustellen den ganzen Tag sehr eng mit ihnen zusammen. Dort setzen wir die Jugend-lichen gezielt ein – das stärkt ihr Selbstvertrauen und wir können sie schnell selbstständig bei den Kunden, zusammen mit dem Gesellen, einsetzen – sie haben das Gefühl, dass sie gebraucht werden. Dabei ist der Pate bei uns ein erfahrener Geselle. Wir suchen diesen Paten gezielt, auch unter pädagogischen Gesichtpunkten, aus."

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Innerbetriebliches Mentoring – Formen und Verfahren

Beim innerbetrieblichen Mentoring von Auszubildenden unterscheidet man i.d.R. drei verschiedene Formen:

Die Beschreibung der einzelnen Formen und ihre Besonderheiten finden Sie in der folgenden tabellarischen Zusammenfassung: Formen und Verfahren des innerbetrieblichen Mentorings (Download als DOC-Datei, 231KB).

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