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Während der Ausbildung > Ausbildung von beeinträchtigten Jugendlichen > Lernbezogene Beeinträchtigungen
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Lösungsansatz 4: Arbeit mit Lernzielen

Der überlegte Einsatz von Lernzielen gliedert die Ausbildungsinhalte, begründet einzelne Themen und schafft so für die Jugendlichen eine Orientierung in der Fülle des Stoffes.

Themenübersicht:

Lernziele schaffen einen Bezugsrahmen

Darüberhinaus setzen Lernziele – nicht nur für beeinträchtigte Lernende - einen Bezugsrahmens zur Beurteilung des Lernprozesses. Zu diesem Rahmen gehört vor allem die Formulierung und Reflexion von Lernzielen. Damit hat der Jugendliche einen Maßstab zur Beurteilung seines Lernfortschritts.

Für die Motivation und damit den Lernerfolg ist es besser, wenn die Jugendlichen diesen Bezugsrahmen nicht nur als etwas von außen Vorgesetztes wahrnehmen. Klar, die Ausbildungsordnung ist vorgegeben. Aber indem sich die Jugendlichen mit deren Zielen und inhaltlichen Systematik beschäftigen, lernen sie, ihren eigenen Lernprozess zu reflektieren. In diesem Prüfen und Feststellen, was schon erreicht wurde und was noch aufzuarbeiten ist, übernehmen die Auszubildenden die Perspektive der Ausbildungsordnung: Sie machen ihre Ausbildung zu ihrer eigenen Sache.

Gefördert werden kann dies dadurch, dass der Ausbilder die lernbeeinträchtigten Jugendlichen immer wieder darin unterstützt, für anstehende Lernschritte die Lernziele selbst zu formulieren.

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Lernzielformulierung soll SMART sein

Lernziele müssen richtig formuliert werden, damit sie den Vergleich zwischen Soll (Lernzielanforderung) und Ist (Ergebnis eines Lernprozesses) ermöglichen.

Beispiel: "Ich lerne die Grundlagen eines Navigationssystems kennen" – Hier ist der zu erarbeitende Inhalt viel zu umfangreich und unpräzise angegeben. Was sind die Grundlagen eines Navigationssystems? Womit fängt man an? – Diese umfassende Formulierung verunsichert und weckt Versagensängste. Der Ausbilder sollte deshalb dazu hinführen, dass Lernziele konkret, messbar und kleinschrittig beschrieben werden. Also etwa wie folgt: "Ich lerne, wie man die Sprache im Navigationssystem einstellt."

Die im Projektmanagement entwickelten Kriterien für Zielformulierung können auch in der Ausbildung von lernbeeinträchtigten Jugendlichen angewendet werden: Die Ziele sollen

Quelle: nach Wikipedia, SMART

Ein Praktiker drückt dies so aus:

Herr Fürst von Neumarkter Lammsbräu berichtet: "Es ist wichtig, die Auszubildenden immer wieder zu ermutigen, sich selbstständig die Ausbildungsordnung anzusehen, die Inhalte abzuhaken, die sie bereits in ihrer Ausbildung erworben haben und sich zu notieren, was noch fehlt. Auf diese Weise werden die Ausbildungsziele transparent und können mit den Auszubildenden besprochen werden. Sie bekommen einen Eindruck des gesamten Ausbildungsinhaltes und haben die Möglichkeit, aktiv an der Ausbildung mitzuwirken – sie werden nicht nur passiv ausgebildet, sondern bekommen das Gefühl, mitbestimmen und mitgestalten zu können."

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