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Während der Ausbildung > Ausbildung von beeinträchtigten Jugendlichen > Motivationsbezogene Beeinträchtigungen
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Lösungsansatz 1: Eigenverantwortung

Vertrauen ist gut! Kontrolle ist nicht besser - sie gehört dazu! Wie es das Lernmodell "Vollständige Handlung" vorsieht, braucht es die Kontrolle, um dem Auszubildenden rückzumelden, ob er die Aufgabe erfolgreich bewältigt hat. Vertrauen ersetzt also nicht die Kontrolle, sondern beides sind zwei Seiten an der gleichen ausbilderischen Bemühung.

Themenübersicht:

Eigenverantwortung ist Vertrauensvorschuss

Den Auszubildenden Aufgaben zu stellen, die sie eigenverantwortlich lösen sollen, ist ein praktischer Vertrauensvorschuss in ihre Entwicklungsfähigkeit. Damit dieser Vorschuss nicht zu Enttäuschung und Frustration führt, muss der Ausbilder genau überlegen, womit er die Jugendlichen überfordern könnte. Er sollte die Bearbeitung der Aufgabe bzw. die Ausführung der übertragenen Arbeit regelmäßig verfolgen (Kontrolle!), um nötigenfalls nachzujustieren, wenn er erkennt, dass die Anforderung noch zu hoch war.

Maßnahmen zur Teilhabe an Verantwortung

Wie kann der Ausbilder einen beeinträchtigten Jugendlichen an die Übernahme von Verantwortung heranführen?

Frau Wehr von der Bäckerei Wehr in Stöckelsberg betont den Nutzen der Wertschätzung gegenüber den Auszubildenden: "Man muss an den Jugendlichen dranbleiben, Vertrauen aufbauen und Verständnis haben. Wichtig ist dabei, keine Machtausübung zu demonstrieren – nur so lassen sich gemeinsame Lösungen finden, man holt alle ins Boot und bindet sie mit ein: "Wie stellst Du Dir das vor?" Damit bekunde ich Respekt und Achtung gegenüber den Jugendlichen. Sobald wir dann sehen, dass er etwas gut kann, lassen wir unseren Azubi in diesem Bereich selbstverantwortlich arbeiten. Die im Praxisalltag auftretenden Fragen und Probleme lösen wir gemeinsam. Die gewonnene Erfahrung befähigt ihn dann auch zum Einsatz als Paten."

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