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Während der Ausbildung > Ausbildung von beeinträchtigten Jugendlichen > Personenbezogene Beeinträchtigungen > Merkmale und Erscheinungsformen

Merkmale und Erscheinungsformen

Beim Thema lernbezogene Beeinträchtigungen hatte der Entstehungskreis von Lernschwierigkeiten einen "Ausgang", der über Unlust und Interesselosigkeit am Lernen zu einem zerstörten Selbstbewusstsein führte (s. dazu unter Merkmale die Abb. 2: Entstehungskreis von Lernschwierigkeiten).

Themenübersicht:

Was sind personenbezogene Beeinträchtigungen?

Ein brüchiges Selbstvertrauen ist die Basis für eine Reihe weiterer Auffälligkeiten an einer Person und in ihrem Verhalten, wie z.B. Kontaktscheue, extreme Anpassungs- und Unterordnungsbereitschaft, fehlende Durchsetzungskraft aber auch Dominanz- und Aggressionsverhalten.

Einflussfaktoren für diese personenbezogenen Beeinträchtigungen liegen in der sozialen Herkunft, der familiären Situation, dem Schulerfolg und Bildungsgrad. Diese ungünstigen externen Bedingungen häufen sich gerne bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Zu der Gruppe der Jugendlichen mit personenbezogenen Beeinträchtigungen, die besonderer Unterstützung bedürfen, gehören - unabhängig vom Schulabschluss – alle Auszubildenden, die

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Wie zeigen sich personenbezogene Beeinträchtigungen?

Personenbezogene Beeinträchtigungen zeigen sich in Verhaltensauffälligkeiten. Nach einer von Wissenschaftlern verfassten Erläuterung der Bundesagentur für Arbeit zeigen betroffene Schüler und Jugendliche ganz spezifische Verhaltensformen:

Sie erscheinen entweder als stark gehemmte Personen, die schüchtern und unsicher wirken, oder als "ausagierende" Personen, deren aggressive Konfliktbewältigung als bedrohlich empfunden wird. Die gestörten Beziehungen dieser jungen Menschen führen sie zunehmend in eine Isolation, aus der sie sich nur durch ein sozial nicht statthaftes Verhalten glauben befreien zu können (zum Beispiel durch aggressive Reaktionsbereitschaft, delinquentes Verhalten, Vermeiden von Leistungsanforderungen).
Quelle: Agentur für Arbeit, Online-Handbuch: Teilhabe am Arbeitsleben, Stichwort "Verhaltensstörungen"

Vielfältige Praxiserfahrungen zeigen, dass verhaltensauffällige Jugendliche – einmal eingebunden in Zusammenhänge, wo man sie wertschätzt und ernst nimmt – i. d. R. schnell verstehen, die Chance zu nutzen, die ihnen das Ausbildungsverhältnis bietet. (Siehe dazu die Ausbildungsinitiative Enzkreis 2005 unter Wo sind weitere Informationen zu finden? und die Fallbeispiele aus der Praxis in den folgenden Kapiteln.)

Wo sind weitere Informationen zu finden?

Ausbildungsinitiative Enzkreis 2005. Die Ausbildungsinitiative Enzkreis 2005 hat 25 Jugendliche mit Beeinträchtigungen in ein Ausbildungsverhältnis gebracht. 85% davon konnten mittels "Jobcoaching" auch dort gehalten werden.

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