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Während der Ausbildung > Ausbildung von beeinträchtigten Jugendlichen > Personenbezogene Beeinträchtigungen

Personenbezogene Beeinträchtigungen

Jugendliche mit "personenbezogenen Beeinträchtigungen": Das sind Jugendliche, deren Verhalten auffällig wird. Sie erfüllen Erwartungen nicht, scheitern an Normen, die von Erwachsenen vorgegebenen wurden – und reagieren ganz unterschiedlich auf die Erfahrung, nicht so zu sein wie verlangt. Deshalb umfasst der Begriff der personenbezogenen Beeinträchtigungen auch Erscheinungsformen, die diametral auseinander liegen können.

Darunter werden Phänomene subsumiert, die von eher "harmlosen" Symptomen wie Bauch-schmerzen bis zu Essstörungen und Selbstverletzung ("Ritzen") reichen oder von geringer Konzentrationsfähigkeit und dauernder Unruhe bis zu sozial aggressivem Verhalten gehen. Nur allzu schnell vergessen Erwachsene, dass Kinder und Jugendliche nur das "reflektieren" bzw. nur darauf reagieren, was die Erwachsenen vormachen, und sind häufig geneigt, mit Druck zu antworten. Sie wollen dabei nicht wahrhaben, dass sich im Verhalten der Kinder und Jugendlichen die Widersprüche und Verletzungen der Erwachsenenwelt spiegeln.

In unserer Gesellschaft wachsen Kinder heute zum Teil unter schwer verkraftbaren Bedingungen auf. Kinder und Jugendliche, die Schwierigkeiten machen, leben zumeist in schwierigen Verhältnissen. Aus pädagogischer Sicht sind sie Abhängige ihrer Verhältnisse und nicht Schuldige an ihrem Verhalten.
So die damalige Baden-Württembergische Kultusministerin, Frau Schavan, bei einem Kongress 2004: "Auffälligkeiten im Verhalten:Erziehung stärken - Entwicklungen erkennen und fördern".

Deshalb ist es wichtig, dass es für Jugendlichen mit schweren Formen der personenbezogenen Beeinträchtigung therapeutische Angebote gibt, die von sozialpädagogisch professionellen Betreuern getragen werden.

Für die vielen anderen, die unterhalb der Schwelle der sozialpädagogischen Betreuung liegen, ist es aber nicht weniger wichtig, dass es im normalen Alltag von Schule und Lehre Menschen in Verantwortung gibt, die sich ein waches Gespür für die Nöte solcher Jugendlichen bewahrt haben.

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