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Während der Ausbildung > Ausbilden mit Lern- und Arbeitsaufgaben > Die Idee

Die Idee

Die grundlegend neue Idee im Konzept der Lern- und Arbeitsaufgabe (oder, hier synonym verwendet, des Lern- und Arbeitsauftrags) ist es, die alltäglichen betrieblichen Prozesse als Quelle von Lernanlässen zu nehmen. Aus dem betrieblichen Geschehen sollen Problemstellungen abgezogen und zu Aufgaben für Auszubildende aufbereitet werden. Die folgenden Kapitel befassen sich damit,

Themenübersicht:

Schlüsselkonzept der arbeitsorientierten Ausbildung

Die Forderung nach Praxisnähe legt den Gedanken nahe, den Arbeitsplatz selbst zum Lernort zu machen. Dass dieser Gedanke bisher nur eher zufällig und unsystematisch realisiert wurde, hängt zusammen mit den tief greifenden Unterschieden, ja dem Gegensatz, zwischen Arbeiten und Lernen. Wer unter Zeitdruck etwas abliefern muss, hat keine Muße, um darüber nachzudenken, was er macht und warum er es gerade so macht.

In diesem Spannungsfeld zwischen Arbeiten und Lernen ist die Lern- und Arbeitsaufgabe positioniert. Mit Hilfe der Lern- und Arbeitsaufgabe soll der Gegensatz überwunden, soll Lernen beim Arbeiten möglich werden und soll trotzdem noch gearbeitet werden, wenn gelernt wird.

Die Lern- und Arbeitsaufgabe ist das didaktisch-methodische Schlüsselkonzept des arbeitsorientierten Lernens.

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Vorteile der arbeitsorientierten Ausbildung

Im Zuge der Umsetzung der Arbeitsorientierung in der Ausbildung eröffnen neuere Ausbildungsordnungen den Betrieben die Möglichkeit, ihre Ausbildung an den eigenen Geschäftsprozessen auszurichten (bei den Fachqualifikationen). Damit können die eigenen betrieblichen Besonderheiten zum Gegenstand des Lernens gemacht werden. Aufgrund der engen Verknüpfung von Lernen und Arbeiten in der Ausbildung erwartet man, dass die Kompetenzen, die ein Auszubildender erwirbt, sein späteres berufliches Handeln in hohem Maße abdecken. Nach der Lehrzeit übernommen ist ein derart ausgebildeter Mitarbeiter unmittelbar bedarfsgerecht einsetzbar.

Des Weiteren bietet Prozessbezogenheit den Vorteil, dass Auszubildende schon früh produktiv eingebunden werden. Abgesehen davon, dass sich damit die Kosten der Ausbildung reduzieren lassen, wird für den so Ausgebildeten der Übergang in den Berufsalltag weniger schroff.

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Umsetzen der Arbeitsorientierung - Hilfe tut Not

Von den Ausbildungsverantwortlichen der Betriebe allerdings verlangen diese Neuerungen ein Umdenken und eine Neuausrichtung: Welche Inhalte sind prozessorientiert? Welche der betriebsinternen Prozesse erfüllen die Anforderungen der Ausbildungsordnungen? Wie werden Kern- und Fachqualifikationen anhand eines gewählten Prozesses integriert vermittelt? Wie formt man Lern- und Arbeitsaufträge? Wie setzt man Lern- und Arbeitsaufträge im Betrieb ein? Welche Veränderungen an Prozessen sind nötig und möglich? Wie gewinne ich die Prozessverantwortlichen für meine Vorhaben?

 

Gerade mittelständische Betriebe, die die Hauptlast der Ausbildung tragen und ohnehin schon ihre Kräfte anspannen, um gute Ausbildung bereit zu stellen, brauchen Hilfe. Für die Ausbildungsverantwortlichen, die mit großem Engagement und teilweise ehrenamtlich arbeiten, ist es unmöglich, den Stand der arbeitsorientierten Innovationen aufzuarbeiten, die heute berufspädagogischer Konsens sind. Deshalb möchte diese Plattform alle in der Berufsausbildung Verantwortlichen dabei unterstützen, die zusätzliche Anstrengung zu meistern und so die neuen Methoden für ihre betriebliche Praxis fruchtbar zu machen.

Wo sind weitere Informationen zu finden?

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