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Während der Ausbildung > Ausbilden mit Lern- und Arbeitsaufgaben > Arbeitsaufgaben zu Lernaufgaben machen > Begleiten und Kontrollieren
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7. Schritt: Moderieren und Begleiten von Lern- und Arbeitsaufgaben

Der Ausbilder tritt den Lernenden nicht mehr gegenüber als der, der die Lösungen hat und dessen Aufgabe es ist, diese zu erklären. Er nimmt vielmehr die Rolle eines Lernberaters und Moderators ein. Er erkennt Lernchancen, hilft, den Lernprozess zu organisieren und unterstützt die Auszubildenden in jeder Bearbeitungsphase. Natürlich gibt er auch fachliche Informationen, aber er sollte nicht sagen: das machen wir hier so! Fehler und Fehlversuche dürfen nicht nur passieren. Sie werden zugelassen und als Möglichkeit des Lernens produktiv aufgegriffen. (Zur Bedeutung der Lernbegleitung siehe auch das Kapitel "Qualifizierung umsetzen" auf der Plattform qib - Qualifizieren im Betrieb.)

GrafikWichtige Aufgaben des Ausbilders als Lernbegleiter

Informationsbeschaffung

Welchen Erfolg ein Auszubildender in der Bearbeitung einer Lern- und Arbeitaufgabe haben wird, entscheidet sich oft schon im ersten Bearbeitungsschritt, der Informationsphase. Einerseits soll der Lernende sich selbständig Informationen beschaffen – wie das auch im späteren Berufsleben verlangt wird -, andrerseits hängt die Güte einer Recherche davon ab, wie viel jemand von dem zu recherchierenden Thema schon weiß. Es kommt also für den Ausbilder darauf an, hier den richtigen Weg zu finden zwischen Eigenständigkeit des Auszubildenden und notwendigem Wissensinput, um allzu aufwändige Irrwege zu vermeiden. Dies wäre vor allem dann für den Auszubildenden frustrierend, wenn er den Irrtum nicht mehr in derselben Phase erkennen kann. Um solche Fehler zu vermeiden, kann der Ausbilder

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Durchführungsphase

Der Einsatz von Lern- und Arbeitsaufgaben im Betrieb ist nur sinnvoll, wenn der Lernprozess der Auszubildenden moderiert und begleitet wird. Die Betonung sollte dabei nicht mehr auf der fachlichen Unterweisung liegen. Diese ist natürlich nach wie vor notwendig und muss stattfinden. Sie allein reicht aber nicht aus, um den späteren Mitarbeiter zu selbständigem, verantwortlichen und kooperativem Verhalten, kurz: zu kompetentem Handeln zu befähigen.
Für eine methodische Lernbegleitung in diesem Sinne sind folgende Fragen charakteristisch:

Der Lernbegleiter darf sich dabei nicht als außen stehender Beobachter fühlen, sondern muss den Lernenden dazu anleiten, dass er sich die angesprochenen Verhaltensweisen aneignet.

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Kontrollphase

Damit der Auszubildende erkennt, ob er auf dem richtigen Weg ist (oder nicht), braucht er das Reflexionsgespräch mit dem Ausbilder. Hier wird – zu zweit oder auch in einer Gruppe – die bisherige Arbeit analysiert, aufgetretene Probleme werden noch mal überdacht und Pläne für weiteres Vorgehen gemacht. Alle wichtigen Erkenntnisse und weiteren Schritte werden zum Abschluss vom Auszubildenden fixiert, damit die analytische Mühe nicht einfach im Äther verraucht.

Die folgenden Hinweise dienen zur Orientierung bei der Vorbereitung und Durchführung von Reflexionsgesprächen:

Moderieren und Begleiten – kurz und knapp:

Ausführliche Leitfragen für Reflexionsgespräche finden Sie hier: Leitfragen Reflexionsgespräch (Download DOC-Datei, 30 KB).

Zum Reflexionsgespräch - seinen Funktionen, den Möglichkeiten für den Lernenden und den Aufgaben des Lernberaters – finden Sie weitere Erläuterungen auf der Plattform qib -Qualifizieren im Betrieb, Kapitel" Selbstreflexion und Reflexionsgespräch".

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