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Lernfeldkonzept

Das Lernen in Lernfeldern löst in einigen Ausbildungsberufen inzwischen die Leittextmethode ab, da dieser Ansatz ganzheitlicher ist. Lernfelder sind systematisch aufbereitete berufliche Handlungsfelder, in denen das traditionelle fächerorientierte durch ein fächerübergreifendes didaktisches Konzept ersetzt wird.

In der Unterrichtsvorbereitung wird geklärt, welche beruflichen Handlungsfelder als Bezugspunkt des Unterrichts ausgewählt werden bzw. wie berufliche Handlungsfelder systematisch abgedeckt werden können. Ein mögliches Vorgehen ist die Orientierung des Unterrichtsaufbaus an berufstypischen Geschäftsprozessen.

Lernfelder müssen immer Lernzielformulierungen und Inhaltsangaben enthalten, die sich auf die zu erreichenden beruflichen Handlungskompetenzen beziehen.

Die Bearbeitung von Lernfeldern erfolgt im Rahmen von anwendungs- bzw. handlungsorientierten Lernsituationen. Dabei beziehen sich berufliche Lernsituationen grundsätzlich auf berufstypische Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse, sind aber keine konkreten Fallsituationen; Fallsituationen oder Fallbeispiele müssen zur Gestaltung des Unterrichts später den Lernsituationen unterlegt werden.

Die Lernfelder bezeichnen dabei nicht nur den zukünftigen beruflichen und betrieblichen „Funktionsraum“ der Auszubildenden, sondern auch Lebensräume. Insofern ist bei der Umsetzung der Lernfelder im Unterricht immer von der individuellen Lebenssituation der Auszubildenden in den Betrieben und in der Gesellschaft auszugehen. Daraus folgt, dass zum Beispiel biografische und soziale Themenstellungen in den Ausbildungsunterricht einbezogen werden müssen.