Ausbildergespräch
Das Ausbildergespräch wird im Arbeitsalltag geführt. Deshalb gilt es, einige Faktoren zu beachten, damit die leistungsorientierte Arbeitgebersicht in eine pädagogisch orientierte Ausbildersicht wechseln kann.
Es ist zweckmäßig, für das Ausbildergespräch zwei Aspekte zu berücksichtigen:
- Senden von Ich-Botschaften z.B. "Ich halte es für sinnvoll, die Belege in diesen Ordner abzulegen, weil ....". Dies kann der Auszubildende viel besser annehmen als eine Du-Botschaft der Form: "Sie müssen sich endlich merken, welche Belege in welchen Ordner gehören."
- Formulieren von offenen Fragen, z.B. "Wieso möchten Sie für diese Belege einen neuen Ordner anlegen?". Hier bekundet der Ausbilder, dass er wirklich verstehen will, was sich der Auszubildende denkt. Erst dann kann er lenkend eingreifen. Ganz anders ist es bei geschlossenen Fragen der Form" Brauchen Sie wirklich einen neuen Ordner für die Belege?", denn hier kann der Auszubildende nur mit "Ja" oder "Nein" antworten. Die Situation klärt sich nicht.
© f-bb (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung)